Pädagogisches Qualitätsmanagement (PQM) am CBI

Das Jahr 2017 – Zeit für eine Bilanz

Zeit für ein Zwischenergebnis – Der Bilanzbesuch im Mai 2017

Ein ganz besonderer – im Hinblick auf unsere Bemühungen nicht unwichtiger – Termin steht uns in diesem Frühjahr (Herbst) bevor: Vom 16. bis zum 18. Mai 2017 erhalten wir Besuch aus Deutschland. Ein Vertreter der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) wird uns besuchen, unsere erzielten Ergebnisse evaluieren und uns eine Rückmeldung hinsichtlich der Ergebnisse und der noch zu leistenden Arbeit geben. Neben der Autoevaluation und der für das Jahr 2018 geplante Peer-Review durch „kritische Freunde“ stellt der Bilanzbesuch einen der wichtigsten Eckpfeiler hinsichtlich der Vorbereitung auf die kommende BLI 2019 dar.

Aber was genau wird in diesen Tagen passieren? Und wen betrifft der Bilanzbesuch? Während des Bilanzbesuchs wird der Vertreter der ZfA auf der Grundlage des BLI-Berichts aus dem Jahr 2013, unseres Aktionsplans und der vorzuweisenden Ergebnisse Arbeitssitzungen mit Schulvorstand, Schulleitung und Steuergruppe abhalten. Aber natürlich benötigt er umfassendere Informationen über unsere Schule: Mittels eines Schulrundgangs wird die Infrastruktur besichtigt, durch Unterrichtseinsichtnahmen werden Erkenntnisse zum Stand unserer Unterrichtsentwicklung gewonnen, und nicht zuletzt durch Gespräche mit Schülern, Eltern und Lehrern werden wichtige Informationen zu den vielfältigen Bereichen der Schulentwicklung gemeinsam ausgewertet. Die Bewertung unserer Arbeit und die gezielte Beratung aus dieser Außenperspektive sind für uns von großer Bedeutung, und das, was wir anschließend daraus machen, wird das Ergebnis der kommenden BLI maßgeblich beeinflussen.

Fazit: Der Bilanzbesuch betrifft uns alle. Die gesamte Schulfamilie bereitet sich auf diese Tage vor, denn Schulentwicklung ist nicht nur das Anliegen, sondern auch die Verantwortung aller.

Ein Rückblick – Unsere Arbeit in den vergangenen drei Jahren

Der Schulische Aktionsplan, der nach der ersten Bund-Länder-Inspektion im Jahr 2013 gemeinsam mit der gesamten Schulfamilie erarbeitet wurde, bot uns bis ins vergangene Jahr 2016 die Richtschnur für unsere Arbeit. Fünf wichtige Bereiche standen dabei zwischen 2014 und 2016 im Fokus:

1. Die Förderung eines schüleraktivierenden, differenzierenden und auf kooperativen Arbeitsformen  basierenden Unterrichts

2. Die verstärkte Integration der Deutschen Sprache und Kultur in den Schulalltag und die systematische Weiterentwicklung der Qualität des deutschsprachigen Unterrichts

3. Die Optimierung von  Unterstützungssystemen für neue Schüler und für Schüler mit schulischen Problemen und der Ausbau einer systematischen Berufs- und Studienberatung

4. Die Intensivierung der Schüler- und Elternbeteiligung im Schulleben und in der Schulentwicklung

5. Die stetige Verbesserung der Infrastruktur mit dem Ziel, hervorragende Lernbedingungen für alle Schüler zu schaffen

Inwieweit haben wir unsere Ziele erreicht? - Die Selbstevaluation 2016

Im Jahr 2016 hat die Steuergruppe im Rahmen einer Selbstevaluation die Schule hinsichtlich dreier ausgewählter Arbeitsschwerpunkte auf den Prüfstand gestellt. Mit verschiedenen Evaluationsinstrumenten und unter Berücksichtigung unterschiedlicher Perspektiven wurden sowohl die Unterrichtsqualität als auch die Schüler- und Elternbeteiligung und die Integration neuer und leistungsschwacher Schüler untersucht. Lehrer, Eltern und vor allem unsere Schüler wurden befragt, systematische Unterrichtsbeobachtungen ließen zudem eine objektive „Außenperspektive“ in die Ergebnisse mit einfließen.

Die Resultate werden in diesem Schuljahr 2017 gemeinsam mit allen beteiligten Gruppen ausgewertet. Auf dieser Grundlage wird der Schulische Aktionsplan für die kommenden zwei Jahre formuliert – mit dem Ziel einer adäquaten Vorbereitung auf die zweite Bund-Länder-Inspektion.

Eine kurze Übersicht über die Evaluationsergebnisse
(Auswahl)
1. Im Bereich der Unterrichtsgestaltung
Sichtbare Stärken Bereiche, in denen weiterhin verstärkt gearbeitet werden muss

Der Unterricht am CBI zeichnet sich durch eine äußerst angenehme Arbeitsatmosphäre aus. Die Beziehungen zwischen Lehrenden und Lernenden basieren offenkundig auf großer gegenseitiger Wertschätzung und Respekt.

Es ist des Weiteren ein gewachsenes Verständnis für die Wichtigkeit und die Kenntnis unterschiedlicher Möglichkeiten der Binnendifferenzierung und für den Einsatz kooperativer Arbeitsformen und Methoden im Unterrichtshandeln erkennbar.

Es bleibt weiterhin unser Ziel, den Unterricht handlungsorientierter und schüleraktivierender zu gestalten. Unter verstärkter Fokussierung auf einen angemessenen Wechsel unterschiedlicher Sozialformen sollen sowohl die Selbstständigkeit als auch die aktive Beteiligung unserer Schüler kontinuierlich gefördert werden. Eine Öffnung des Unterrichts ist hierzu ebenfalls dienlich und notwendig (fächerübergreifende Zusammenarbeit, Projektunterricht etc.).



2. Im Bereich der Integration neuer und leistungsschwacher Schüler
Sichtbare Stärken Bereiche, in denen weiterhin verstärkt gearbeitet werden muss

Neu eintretende Schüler, aber auch Schüler mit schulischen Problemen, fühlen sich im CBI von der gesamten Schulfamilie willkommen und gut aufgenommen. Die positiven Beziehungen zwischen Schülern und Lehrern schaffen ein angstfreies Klima, in dem auf besondere Bedürfnisse individuell eingegangen werden kann.

Das Team der Schulpsychologinnen bietet in enger Zusammenarbeit mit der Schulleitung Eltern und Schülern eine systematische Hilfestellung und gilt als wichtige Schaltstelle zu den Fachlehrern und Klassenleitern.

Während in den vergangenen Jahren die Integration hauptsächlich Sache der Schulleitung und der Schulpsychologinnen war, gilt es in Zukunft – gerade als inklusive Schule – diese Arbeit systematisch im gesamten Kollegium auszubauen. Nicht nur Klassenleitungen, sondern auch Fachlehrer müssen Integrations- und Förderbedarfe sicher erkennen und ein systematisches und erprobtes „Handwerkszeug“ (Diagnoseinstrumente, individuelle Förderpläne) zur Förderung aller Schüler anwenden können.

 



3. Im Bereich der Eltern- und Schülerbeteiligung
Sichtbare Stärken Bereiche, in denen weiterhin verstärkt gearbeitet werden muss

Das CBI bietet sowohl Schülern als auch Eltern eine große und attraktive Bandbreite der aktiven Gestaltung des Schullebens. Dies ist u.a. sichtbar in der großen Zufriedenheit mit der systematischen und regelmäßigen Information, aber auch an der feststellbaren Teilhabe und Mitgestaltung unterschiedlicher Aktivitäten in verschiedensten Bereichen.

Die Bedeutung gewählter Gremien (Elternvertreter, Klassensprecher und Schülerbeirat) muss verstärkt betont werden. So gilt es, gewählte Repräsentanten in ihrer Arbeit und in ihrer Bedeutung zu stärken und zu unterstützen. Verantwortlichkeiten und Möglichkeiten der aktiven Beteiligung unter Einbeziehung gewählter Repräsentanten sollen künftig klar definiert und wahrgenommen werden